Robert E. Howard – Das Grauen aus dem Hügelgrab

Robert E. Howard – Das Grauen aus dem Hügelgrab

Staub steigt auf, als du ein Buch in der Gruselstube öffnest. Darin findest du alte Skizzen, die offenbar ein nahes Hügelgrab darstellen sollen. Doch was liegt darin begraben? Du kannst eine hagere Gestalt erkennen, die unter der Erde ruht und trotz der groben Zeichnungen beinahe lebendig wirkt. Ist dies Das Grauen aus dem Hügelgrab, von dem Robert E. Howard schrieb?

Robert E. Howard ist heutzutage vor allem als der Schöpfer von Conan dem Barbaren bekannt. Diese Figur, die im pseudo-historischen Hyborischen Zeitalter fantastische Abenteuer erlebt, nimmt in Howards Bibliografie aber nur einen verhältnismäßig kleinen Teil ein. Piktenkönig Bran Mak Morn und Dämonenjäger Solomon Kane sind dort ebenso zu finden, wie der gutherzige Cowboy Breckinridge Elkins.

Western nehmen einen großen Platz im Werk des Autors ein, der 1906 in Texas geboren wurde und dort sein gesamtes Leben verbrachte. Die Inspiration für seine Western-Geschichten fand er also in seiner Nachbarschaft. Manchmal sickerte Howards Vorliebe für fantastische und schaurige Geschichten aber auch in die Erzählungen aus Texas ein und der Autor konfrontierte die raubeinigen Cowboys mit ungeahnten Schrecken.

So auch in The Horror from the Mound. Diese Geschichte erschien im Jahr 1932 in der Mai-Ausgabe von Weird Tales. Ihr deutscher Titel: Das Grauen aus dem Hügelgrab. In ihr geht es um den Cowboy Steve Brill, der sich, nach einigen Jahren als Viehhüter, als Farmer versucht. Doch Brill hat kein Glück – und dann kommt auch noch Pech dazu.

Ein Cowboy gegen Das Grauen aus dem Hügelgrab

Eines Abends sitzt Steve Brill auf seiner Veranda und sinniert über seine miese Lage. Es läuft nicht mit der Landwirtschaft und der Cowboy sehnt sich wieder nach den Weiden von West-Texas. Sein alter Nachbar Juan Lopez reißt ihn aus diesen Gedanken. Dieser ist gerade auf dem Heimweg und kürzt ein Stück des Weges ab, indem er über Brills Weide läuft. Doch um einen flachen Hügel macht Lopez einen Bogen. Steve Brill vermutet schon länger, dass es sich dabei um einen alten indianischen Grabhügel handelt muss, fragt aber dennoch nach, was Lopez so sehr daran beunruhigt.

Lopez antwortet mürrisch, dass sich um jenen Hügel eine alte Sage aus der Zeit der ersten spanischen Siedler rankt. Dies sei keineswegs ein Grabhügel der Ureinwohner, sondern eine Hinterlassenschaft jener alten Konquistadoren. Brills Interesse – und auch seine Goldgier – sind geweckt. Lopez beschwört Brill, dass er auf keinen Fall den Grabhügel öffnen dürfe. Er ist sogar bereit, die Sage mit dem Cowboy zu teilen. Doch Lopez hat geschworen, sie niemals einem Fremden zu erzählen. Er bietet aber an, sie aufzuschreiben und zieht sich dazu in seine Hütte zurück.

Doch Steve Brill will nicht warten. Er vermutet gar, dass Lopez ihn nur hinhalten und selbst den Hügel plündern will. So macht er sich noch am Abend ans Werk und arbeitet bis tief in die Nacht. Schließlich, im bleichen Mondlicht, stößt er auf einen Steinbrocken, der den Weg ins Innere der Grabkammer blockiert. Wie ein Held nordischer Sagen, will er in den Grabhügel hinabsteigen. Doch erst jetzt fällt ihm ein, dass es zu dunkel ist, um zu erkunden, was dort vor ihm liegt. Hastig begibt er sich zurück zu seinem Haus und holt von dort eine Laterne.

Was lauert in dem alten Grabhügel?

Kaum ist Brill wieder zurück beim Grabhügel, packen ihn erst Entsetzen, dann Wut. Die Grabkammer ist bereits offen. Hat jemand die Kammer in seiner Abwesenheit geöffnet? Sofort verdächtigt Brill seinen Nachbarn. Hat dieser ihn nur die Arbeit erledigen lassen, für die er zu schwach war? Hat sich Lopez nun selbst das Gold geschnappt?

Sofort eilt Brill zur Hütte seines Nachbarn. Doch dort findet er nur noch den Leichnam des alten Mannes. Blass, blutleer – und mit seltsamen Bisswunden am Hals. In seinen Händen findet Steve Brill die Aufzeichnungen, die Lopez anfertigen wollte. Er entwindet sie den verkrampften Fingern des Toten und beginnt zu lesen. Mit steigender Angst begreift er, was sich in dem Grabhügel befand. Wen er in seiner Gier nach Gold befreite. Wer vor über 300 Jahren aus Europa in die Neue Welt kam und dort von den Spaniern in jenem Grabhügel eingesperrt wurde. Steve Brill wird klar, dass dies kein gewöhnlicher Mord war und auch sein Leben bedroht ist. Doch der Cowboy aus West-Texas wird es nicht kampflos aufgeben.

Neugierig auf die gesamte Geschichte geworden? Du kannst sie bei Amazon kaufen!1)Affiliate-Link. Kaufst Du über einen Affiliate-Link etwas, wird der registrierte Partner am Umsatz beteiligt. Dadurch entstehen dir aber keine Mehrkosten!

Bildnachweis:
Beitragsbild: „Verschüttete Mauer in Kerkuoane“ von Marc Thorbrügge

Fußnoten   [ + ]

1. Affiliate-Link. Kaufst Du über einen Affiliate-Link etwas, wird der registrierte Partner am Umsatz beteiligt. Dadurch entstehen dir aber keine Mehrkosten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.