Clark Ashton Smith – Der Planet der Toten

Clark Ashton Smith – Der Planet der Toten

Sterne funkeln am Nachthimmel, als du aus einem Fenster der Gruselstube blickst. Einer von ihnen scheint besonders hell und kräftig. Ein Name schleicht sich in deine Gedanken, ohne dass du weißt, woher genau du ihn kennst: Phandiom. Der Planet der Toten von Clark Ashton Smith.

Clark Ashton Smith aus Auburn in Kalifornien wird in den frühen 1930er Jahren zu einem gefragten Autor phantastischer Kurzgeschichten. Insgesamt sind es knapp 90 Erzählungen, die er in dieser Dekade verfasst. Die meisten von ihnen erscheinen im Pulp-Magazin Weird Tales, das auch Geschichten von H. P. Lovecraft und Robert E. Howard veröffentlicht.

Eigentlich steht Clark Ashton Smith in der Tradition spätromantischer Dichter. Doch die Zwänge der Weltwirtschaftskrise, aber auch ermutigende Briefe von Schriftstellerkollegen, bewegen ihn dazu, sich als Pulp-Autor zu versuchen. Ein Wagnis, dass dank Smiths schriftstellerischen Könnens bald zu einem lohnenden Abenteuer wird.

Smiths Geschichten sind meistens phantastische Ausflüge in ferne Welten. Seine Protagonisten wandern durch prähistorische Reiche wie Hyperborea oder den fiktiven französischen Landstrich Averoigne, in dem Zauberer und Hexenjäger wirken. Doch auch zu den Sternen reist der Autor immer wieder, sichtlich inspiriert von Autoren wie Edgar Rice Burrows, der seinen Helden John Carter die vergessenen Zivilisationen des Mars entdecken lässt. Auch Smith erschafft ganze Planeten mitsamt eigenen Zivilisationen und Legenden. So auch den uralten Planet Phandiom, der Planet der Toten.

Ein Blick zu den Sternen enthüllt alte Geheimnisse. 

Der Planet der Toten1)Original: „The Planet of the Dead“erscheint erstmals im Jahr 1932 in der März-Ausgabe von Weird Tales. Der Protagonist dieser Geschichte ist ein Antiquitätenhändler namens Francis Melchior. Dieser beschäftigt sich in seiner Freizeit mit Astronomie. Ganze Stunden kann er damit zubringen, mithilfe seines Teleskops den Nachthimmel zu studieren.

Irgendwann stößt Melchior auf einen Stern, der ihn besonders fasziniert. Er erscheint so fern und einsam, so blass und geheimnisvoll, dass der Hobby-Astronom sein Teleskop immer wieder auf ihn ausrichtet. Was genau Melchior an diesem Stern so anziehen findet, vermag er allerdings nicht zu sagen.

Eines Tages stellt Melchior fest, dass der Stern heller als üblich strahlt. Fasziniert beobachtet er diese Veränderung und verliert sich in der intensiven Betrachtung. Plötzlich kommt es ihm tatsächlich so vor, als würde er versinken und schließlich in die unendliche Leere zwischen den Sternen fallen. Bis er sein Ziel erreicht und auf einer fremden Welt zu sich kommt.

Der Planet der Toten, wo das Leben kurz und vergänglich scheint. 

Als er erwacht, ist er nicht mehr Francis Melchior, sondern Antarion, ein Dichter aus dem Lande Charmalos. Er kehrt gerade, nach langer Reise, in seine Heimatstadt Saddoth zurück. Ihre steinernen Bauten und der sandige Boden sind ihm so vertraut, wie das dämmrige Licht der blutroten Sonne am Himmel. Ein Traum beunruhigt Antarion jedoch. In diesem hier er Francis Melchior und lebte auf einem fernen, fremdartigen Planeten.

Dabei befindet sich Antarion doch auf Phandiom, einem alten Planeten, der unzählige Zivilisationen erblühen und vergehen sah. Zahlreiche Nekropolen, in deren weitläufigen Grüften den endlosen Scharen der Toten gedacht wird, bestimmen an jedem Ort das Stadtbild und die Landschaft. Im Angesicht des allgegenwärtigen Todes, wird stets an die Vergänglichkeit des Lebens erinnert. Phandiom ist wahrlich Der Planet der Toten.

Eine tote Welt geht unter. 

Schlechte Nachrichten begleiten Antarions Ankunft in Saddoth. Seine geliebte Thameera berichtet ihm davon, dass die Kraft der roten Sonne schwindet und sie, so haben es die Astronomen von Phandiom berechnet, in einem Monat verglühen wird. Antarion nimmt diese Nachricht gelassen hin und tröstet Thameera mit dem Versprechen, diesen letzten Monat miteinander zu verbringen.

Doch der senile König Haspa begehrt Thameera und bedroht somit die letzten friedlichen Tage des Liebespaares. Gemeinsam fliehen Antatrion und Thameera aus Saddoth und begeben sich auf eine melancholische Reise durch die Ruinen und verlassenen Städte einer sterbenden Welt.

Neugierig auf die Geschichte geworden? Du findest sie in diesem Sammelband bei Amazon! 2)Affiliate-Link. Kaufst Du über einen Affiliate-Link etwas, wird der registrierte Partner am Umsatz beteiligt. Dadurch entstehen dir aber keine Mehrkosten!

Oder hör sie dir auf YouTube an: 'Der Planet der Toten', gelesen von Gregor Schweitzer

Bildnachweis:
Beitragsbild gestaltet mit canva.com 

Fußnoten   [ + ]

1. Original: „The Planet of the Dead“
2. Affiliate-Link. Kaufst Du über einen Affiliate-Link etwas, wird der registrierte Partner am Umsatz beteiligt. Dadurch entstehen dir aber keine Mehrkosten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.